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November
2007
Jahresbericht 2006
Aus
dem Stiftungsrat
Während der Zeit um den Jahreswechsel 2005/06 haben vier
Stiftungsrät/-innen unsere Partnerorganisation Shanthimalai
Research And Development Trust (SRDT) in Südostindien besucht.
Dort prüften sie, ob alle gespendeten Mittel so eingesetzt
worden sind, wie das beschlossen wurde. Zudem sind mit den Verantwortlichen
des SRDT die absehbaren Entwicklungen und deren Massnahmen besprochen
worden. Weitere, vereinzelte Besuche von Stiftungsrät/-innen
beim SRDT fanden im Juli und wieder über den Jahreswechsel
2006/07 statt.
Drei Stiftungsratssitzungen fanden während dem Jahr statt,
so wie mehrere Treffen von einzelnen Stiftungsrät/-innen
untereinander, um Fragen in einzelnen Aufgabenbereichen zu klären.
8 detaillierte Unterstützungsanträge des SRDT (einmal
für Tsunami-Hilfe, dreimal für die Klinik und viermal
für den Schul- und Ausbildungsbereich) wurden geprüft
und entsprechend finanziert. Davon sind zwei bewilligte Anträge
(per Zirkularentscheide im Jan. 2006) für die Klinik im Wert
von CHF 3‘000.– und CHF 17‘000.– bei unserer
Bank erst im April 2007 belastet worden. Diese Belastungsverzögerung
ist durch einen Fehler der Indischen Bank verursacht worden, welche
die genannten Spendensummen jedoch rechtzeitig an unsere Partnerorganisation
SRDT ausbezahlt hatte.
Zwei weitere Anträge für die Shanthimalai Handicraft
Development Society (SMHDS ist ein verselbständigter Betrieb
von SRDT) sind bewilligt und finanziert worden. Es handelt sich
hier um Gelder, die durch den Verkauf derer Handwerksprodukte
erzielt werden konnten, weil der ganze Verkauf von Freunden ehrenamtlich
geleistet wurde. Ihnen gilt ein herzlicher Dank im Namen der Society
/ indischer Arbeiter/-innen.
An alle Spender/-innen wurden zwei allgemeine Rundbriefe versandt
(im Juni und im November 2006). Zudem erhielten alle Bildungspaten
zwei für sie bestimmte Rundbriefe (März 2006 und Sommer
2006). Wie in den vorherigen Jahren wurde gezielt bei Privatpersonen,
Firmen und Kirchgemeinden um finanzielle Hilfe für das indische
Hilfswerk angefragt.
Alle Spenden wurden verdankt und zuhanden der Steuerbehörden
bestätigt.
Personell blieb der Stiftungsrat konstant und ebenso die Zuteilung
der Aufgabenbereiche.
Die ZEWO (Zentralstelle für Wohlfahrtsunternehmen) hat unsere
Stiftung vollumfänglich rezertifiziert. Dieses seriöse
Prüfungsverfahren findet alle fünf Jahre statt.
Für den Verkauf von Produkten der Shanthimalai Handicraft
Development Society konnten wir auch in diesem Jahr auf tatkräftige
Mitwirkung bauen. Der erzielte Reingewinn wurde teilweise für
die Produkte-Entwicklung (Designer- und Werbekosten) und zur Rest-Abzahlung
eines Betriebsfahrzeuges eingesetzt.
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Aktivitäten
des SRDT:
Tsunami-Hilfe |
 Die
gebauten fünf Häuser für Tsunami-Waisen auf dem
SRDT-Gelände urden für dortige Verhältnisse eingerichtet,
was für uns in der Schweiz ein absolutes Minimum bedeutet.
60 Mädchen (Halb- und Vollwaisen) fanden da ein neues Zuhause.
Einige dieser Mädchen stammen aus dem betroffenen Tsunami-Küstengebiet,
die anderen von der näheren und weiteren Umgebung. 
Terre des Hommes Core Trust betreut all diese Mädchen seit
der Eröffnung der Häuser. Das Grundstück mit den
Waisen-Häusern bleibt im Besitz von SRDT, welcher diesen
Mädchen schulische und medizinische Hilfe leistete und dies
weiterhin ausübt. In der Hafenstadt Cuddalore unterhält
Terres des Hommes Core Trust ein weiteres Tsunami-Kinderdorf.
30 Kindern davon erhielten regelmässige medizinische Unterstützung
(Untersuche und Behandlungen) von der Sri Ramana Maharshi Klinik
(SRDT). |
Die Sri Ramana Maharshi
Matriculation Higher Secondary School ist nach wie vor sehr
beliebt in dieser Gegend und wuchs auf eine gesamte Schülerschaft
von 1‘091 (630 Jungen und 461 Mädchen) aus 39 Dörfern
an. 
Primarschule im Dorf Athiyandal:
1.–5. Klasse
639
Kinder
(370 Jungen und 269 Mädchen)
17 Klassen
26 Lehrkräfte
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| Oberstufe
im Dorf Kaveriampoondi:
6.–12. Klasse
452 Jugendliche
(260 Schüler und 192 Schülerinnen)
18 Klassen
26 Lehrpersonen
Zwei
Koordinator/-innen leiteten zusammen mit der Schulleiterin die
beiden Schulen. 464 Kinder wurden durch eine Bildungspatenschaft
unterstützt, 69 davon durch Schweizer Paten.
46 Schüler/-innen
absolvierten die Schule, wobei 42 davon die Abschlussprüfung
bestanden.
38 Klassenräume, 7 Fachräume und 8 übrige Räume
(total 53) standen der ganzen Schule zur Verfügung.
5 Schulbusse holten die Kinder an 63 Sammelpunkten ab und fuhren
sie zur Schule. Bis zu 2 km Schulweg legten die Schülerinnen
und Schüler zu Fuss zurück.
Alle Kinder und Jugendlichen erhielten pro Schultag ein Frühstück
und ein Mittagessen. |
| Ausbildungspatenschaften
 2006
wurden 77 Jugendliche in einer Lehre oder College- Ausbildung
unterstützt. Die Dauer solcher Ausbildungen beträgt
6 Monate bis 3 Jahre. Diese Ausbildungen öffnen den Weg ins
Berufsleben und entsprechend dankbar zeigen sich diese begünstigten
Lehrlinge und Student/-innen.
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| Armenfürsorge
894
alte und bedürftige Dorfbewohner aus 36 Dörfern erhielten
monatlich je eine Rente zwischen 150 und 500 INR, sowie kostenfreie,
medizinische Grund- und Notfallversorgung.
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Frauenförderung
14‘000
Frauen aus rund 150 Dörfern formierten sich in 780 Selbsthilfegruppen
unter dem Namen Santa Surabhi Village Development (SSVD). Das
waren 900 Frauen und 57 Selbsthilfegruppen mehr als ein Jahr zuvor.
Diese Frauen trugen ihre Ersparnisse in ihrer jeweiligen Gruppe
zusammen und konnten so ihr Geld mit Hilfe der Regierung zu hohen
Zinsen bei den Banken anlegen.
Welche
Projekte mit dem Ersparten realisiert wurden, entschied jede Gruppe
selbst. Wie schon im Jahr zuvor bot das SSVD folgende Kurse an:
- Grundkurse
für neue Gruppenmitglieder in Hygiene,
Wassernutzung und Umgang mit Geld
- weiterführende
Kurse in Unternehmensführung
und Buchhaltung
- Ausbildung
zur Gruppenleiterin
- Herstellung
von Jute-Produkten
- Wurmkompostierung
- Stickerei
- Verpackung
und Beschriftung
Finanziert
wurden diese Kurse durch den Staat Tamil Nadu, den SRDT oder andere
NGOs. |
| Gesundheitszentrum
Personal:
4 Ärzte und 29 zusätzliche Mitarbeiter/-innen für
Fachpflege, Apotheke, Labor, Physiotherapie, Röntgendienst,
Administration und Raumpflege standen pro Tag im Einsatz.
Durchschnittlich 130 Patienten wurden pro Tag mit allopathischer,
homöopathischer und ayurvedischer Medizin behandelt. Spagyrische
Mittel, Kräuteressenzen und Akupunktur wurden ebenfalls eingesetzt.
Ein Augenarzt stand alle zwei Wochen und ein Zahnarzt wöchentlich
zur Verfügung.
Häufigste
Krankheiten waren Infektionen mit Bakterien, Viren und Parasiten,
Verdauungs- und Stoffwechselstörungen verschiedener Art,
Rheuma, Asthma, Diabetes, Tuberkulose und HIV/AIDS. Gegen 200
Patienten wurden an andere medizinische Kliniken in der näheren
oder weiteren Umgebung überwiesen. Eine gute Zusammenarbeit
ergab sich vor allem mit dem benachbarten Ramana Maharshi Rangammal
Hospital.
Etwa 85 % aller Patienten steuerten 50–100 INR (1 CHF =
33 Indische Rupien, INR) pro Behandlung zu den laufenden Kosten
bei. Die übrigen Patienten wurden wegen ihrer Armut kostenlos
behandelt. Diese Patientenbeiträge waren bei weitem nicht
kostendeckend.
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| Luzern,
30. Mai 2007

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