Durch die einseitige
Ernährung der armen Menschen auf dem Land, die fast ausschließlich
aus weißem Reis besteht, ist Diabetes eine sehr verbreitete
Krankheit. Die Folgeschäden betreff en viele innere Organe,
vor allem die Nieren. Angesichts dieses Notstandes spendete
Shanthimalai dem Rangammal Hospital zu den bereits vorhandenen
vier eine fünfte Dialyse-Einheit (s. o.). Im Gegenzug übernimmt
das Rangammal Hospital Patienten des Sri Ramana Gesundheitszentrums,
die hier nicht optimal versorgt werden können.
Die beiden Einrichtungen
verfügen inzwischen gemeinsam über die notwendige
Medizintechnik, so dass eine gute Versorgung gewährleistet
ist (Röntgen, Computertomographie, Ultraschall, Dialyse,
CD4-Counter für HIV Diagnose). Patienten, denen in keinem
der beiden Häuser geholfen werden kann, werden in größere
Krankenhäuser weiter vermittelt, wie z.B. eine 55-jährige
Frau, die unter Diabetes und Bluthochdruck litt. Als sich dann
auch noch eine schwere Knochenentzündung der Lendenwirbelsäule
entwickelte, wurde sie unter der Obhut von Shanthimalai nach
Chennai (Madras) überwiesen. Die Kosten wurden übernommen,
da die Patientin kein Geld hatte, um all das zu bezahlen. Eine
andere Patientin, die an Brustkrebs erkrankt war, musste operiert
werden. Die Operationskosten und die Kosten für die anschließend
notwendige radiologische Behandlung wurden ebenfalls von Shanthimalai
übernommen.
Ein 57-jähriger
HIV-Patient war in unserer Klinik wegen Lungentuberkulose in
Behandlung. Als sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte,
wurde er nach Tambaram in ein AIDS-Zentrum überwiesen,
wo eine Spezialbehandlung begonnen wurde, die sehr gut anschlug.
Eine junge Frau von 25 Jahren leidet an chronischer Herzklappenentzündung
und wird regelmäßig bei uns behandelt. Sobald es
möglich ist, wird sie in Chennai operiert – für
die Kosten kommt Shanthimalai auf.
Diesen Beispielen
könnten noch viele weitere folgen, denn sie sind nur einige
der vielen hundert Fälle gesundheitlicher Not, hinter denen
jeweils ein schweres menschliches Schicksal steht und das durch
die helfende Hand von Shanthimalai gelindert werden konnte.
In einem Land, in
dem es »de facto« keine generelle Krankenversicherung
gibt, bedeutet Krankheit – neben der körperlichen
und seelischen Not, die jede schwere Erkrankung mit sich bringt
– oft auch den finanziellen Ruin, weil das Abtragen des
Schuldenbergs einer Heilbehandlung ein Leben lang dauern kann,
wenn er nicht sogar noch auf die Kinder übergeht.
An dieser Stelle
wird deutlich, wie hoch einzuschätzen ist, was mit Ihrer
Hilfe den Menschen in den 90 Dörfern um Shanthimalai gewährt
werden kann!
Neben der Gesundheitsfürsorge
ist unser zweiter Schwerpunkt – wie Sie alle wissen –
die Bildung der jungen Generation.
Die junge Frau, Dhanalakshmi,
(auf dem Bild zwischen ihren Eltern) bereitet sich auf das Krankenschwester-Diplom
vor.