---Startseite ---Aktuelles ---Aktuelles Deutschland ---Juni Rundbrief 2007

site map

 

im Juni 2007

Sehr geehrte Spender, liebe Freunde,


Seit 17 Jahren versorgt das Sri Ramana Maharshi Gesundheitszentrum täglich 130 bis 150 Patienten. Sie gehören zu den Benachteiligten, die ohne diese Einrichtung keine medizinische Hilfe erhalten könnten. Neben den Akut- und Notfällen werden hier alle Arten von chronischen Krankheiten behandelt. Durch die gegenseitigen Ergänzungen der verschiedenen medizinischen Behandlungsmethoden (Ayurveda, Homöopathie, Allopathie) kann auf die jeweilige individuelle Situation sehr diff erenziert eingegangen werden.
An regelmäßig stattfindenden Spezialbehandlungstagen nehmen sich Fachärzte für Augen-, Hals - Nasen- Ohren- und Zahnerkrankungen unserer Patienten an. Diese grundlegende medizinische Versorgung kommt allen Bedürftigen zu Gute, seien es Kinder oder alte Menschen, Wandermönche, Körperbehinderte, Blinde, Leprakranke oder HIV-Patienten. Die Kooperation zwischen dem SRM-Gesundheitszentrum und dem Rangammal Hospital, das Shanthimalai in unmittelbarer Nachbarschaft erstellt hat, bedeutet eine weitere Hilfe für unsere Patienten.
Aufgrund der derzeitigen HIV-Situation in der Region um Tiruvannamalai kommt der Diagnose und der Behandlung der davon betroff enen Menschen eine besondere Bedeutung zu. Shanthimalai stellte dem medizinischen Team des Rangammal Hospitals einen hochmodernen CD4 Counter zur Verfügung, ein Gerät, mit dessen Hilfe man den jeweiligen Status einer HIVErkrankung präzise bestimmen kann. Unser Bild unten zeigt eine Mitarbeiterin an diesem Gerät, im Hintergrund sieht man eine Patientin.

Durch die einseitige Ernährung der armen Menschen auf dem Land, die fast ausschließlich aus weißem Reis besteht, ist Diabetes eine sehr verbreitete Krankheit. Die Folgeschäden betreff en viele innere Organe, vor allem die Nieren. Angesichts dieses Notstandes spendete Shanthimalai dem Rangammal Hospital zu den bereits vorhandenen vier eine fünfte Dialyse-Einheit (s. o.). Im Gegenzug übernimmt das Rangammal Hospital Patienten des Sri Ramana Gesundheitszentrums, die hier nicht optimal versorgt werden können.

Die beiden Einrichtungen verfügen inzwischen gemeinsam über die notwendige Medizintechnik, so dass eine gute Versorgung gewährleistet ist (Röntgen, Computertomographie, Ultraschall, Dialyse, CD4-Counter für HIV Diagnose). Patienten, denen in keinem der beiden Häuser geholfen werden kann, werden in größere Krankenhäuser weiter vermittelt, wie z.B. eine 55-jährige Frau, die unter Diabetes und Bluthochdruck litt. Als sich dann auch noch eine schwere Knochenentzündung der Lendenwirbelsäule entwickelte, wurde sie unter der Obhut von Shanthimalai nach Chennai (Madras) überwiesen. Die Kosten wurden übernommen, da die Patientin kein Geld hatte, um all das zu bezahlen. Eine andere Patientin, die an Brustkrebs erkrankt war, musste operiert werden. Die Operationskosten und die Kosten für die anschließend notwendige radiologische Behandlung wurden ebenfalls von Shanthimalai übernommen.

Ein 57-jähriger HIV-Patient war in unserer Klinik wegen Lungentuberkulose in Behandlung. Als sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte, wurde er nach Tambaram in ein AIDS-Zentrum überwiesen, wo eine Spezialbehandlung begonnen wurde, die sehr gut anschlug. Eine junge Frau von 25 Jahren leidet an chronischer Herzklappenentzündung und wird regelmäßig bei uns behandelt. Sobald es möglich ist, wird sie in Chennai operiert – für die Kosten kommt Shanthimalai auf.

Diesen Beispielen könnten noch viele weitere folgen, denn sie sind nur einige der vielen hundert Fälle gesundheitlicher Not, hinter denen jeweils ein schweres menschliches Schicksal steht und das durch die helfende Hand von Shanthimalai gelindert werden konnte.

In einem Land, in dem es »de facto« keine generelle Krankenversicherung gibt, bedeutet Krankheit – neben der körperlichen und seelischen Not, die jede schwere Erkrankung mit sich bringt – oft auch den finanziellen Ruin, weil das Abtragen des Schuldenbergs einer Heilbehandlung ein Leben lang dauern kann, wenn er nicht sogar noch auf die Kinder übergeht.

An dieser Stelle wird deutlich, wie hoch einzuschätzen ist, was mit Ihrer Hilfe den Menschen in den 90 Dörfern um Shanthimalai gewährt werden kann!

Neben der Gesundheitsfürsorge ist unser zweiter Schwerpunkt – wie Sie alle wissen – die Bildung der jungen Generation.

Die junge Frau, Dhanalakshmi, (auf dem Bild zwischen ihren Eltern) bereitet sich auf das Krankenschwester-Diplom vor.

Eine indische Frau mit Berufsausbildung bringt ihre Heiratsmitgift in dieser Form in die Ehe ein und entlastet ihre Eltern, die oft gar nicht in der Lage wären, ihre Töchter zu verheiraten, weil für die Heiratsmitgift (ca. 2–3 Bruttojahreslöhne des Vaters) einfach kein Geld vorhanden ist.
Der junge Mann im Bild vorne Mitte, Pushparaj, macht eine zweijährige Elektrikerausbildung. Beide jungen Leute sind Abgänger unserer Sri Ramana Maharshi Matriculation Hr. Sec. Schule und absolvieren mit Hilfe unserer Ausbildungspatenschaft (After-School-Programme) eine Ausbildung. Damit haben sie gute Aussichten auf einen festen Arbeitsplatz!

 

 

Ich grüße Sie und danke Ihnen von Herzen für Ihre Mithilfe

Ihre

Dr. med. Marianne Feja, 1. Vorsitzende