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im Juni 2007
Sehr geehrte Spender, liebe Freunde
Regelmäßig nehmen sich Fachärzte für Augen-, Hals-Nasen-Ohren- und Zahnerkrankungen unserer Patienten an. Diese grundlegende medizinische Versorgung kommt allen Bedürftigen zu Gute, seien es Kinder oder alte Menschen, Wandermönche, Körperbehinderte, Blinde, Leprakranke oder HIV-Patienten. Die Kooperation zwischen dem SRM-Gesundheitszentrum und dem Rangammal Hospital, das Shanthimalai in un-mittelbarer Nachbarschaft erstellt hat, bedeutet eine weitere Hilfe für unsere Patienten.
Durch die einseitige Ernährung der armen Menschen auf dem Land, die fast ausschließlich aus weißem Reis besteht, ist Diabetes eine sehr verbreitete Krankheit. Die Folgeschäden betre?en viele innere Organe, vor allem die Nieren. Angesichts dieses Notstandes spendete Shanthimalai dem Rangammal Hospital zu den bereits vorhandenen vier eine fünfte Dialyse-Einheit (s.0.). Im Gegenzug übernimmt das Rangammal Hospital Patienten des SRM Gesundheitszentrums, die hier nicht optimal versorgt werden können. Die beiden Einrichtungen verfügen inzwischen ge- meinsam über die notwendige Medizintechnik, so dass eine gute Versorgung gewährleistet ist (Röntgen, Computertomographie, Ultraschall, Dialyse, CD4-Counter für HIV Diagnose). Patienten, denen in keinem der beiden Häuser geholfen werden kann, werden in größere Krankenhäuser weiter vermittelt, wie z.B. eine 55-jährige Frau, die unter Diabetes und Bluthochdruck litt. Als sich dann auch noch eine schwere Knochenentzündung der Lendenwirbelsäule entwickelte, wurde sie unter der Obhut von Shanthimalai nach Chennai (Madras) überwiesen. Die Kosten wurden übernommen, da die Patientin kein Geld hatte, um all das zu bezahlen. Eine andere Patientin, die an Brustkrebs erkrankt war, musste operiert werden. Die Operationskosten und die Kosten für die anschließend notwendige radiologische Behandlung wurden ebenfalls von Shanthimalai übernommen. Ein 57-jähriger HIV-Patient war wegen Lungentuberkulose in unserer Klinik in Behandlung. Als sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte, wurde er nach Tambaram in ein AIDS-Zentrum überwiesen, wo eine Spezialbehandlung begonnen wurde, die sehr gut anschlug. Eine junge Frau von 25 Jahren leidet an chronischer Herzklappenentzündung und wird regelmäßig in unserer Klinik behandelt. Sobald es möglich ist, wird sie in Chennai operiert – für die Kosten kommt Shanthimalai auf.
In einem Land, in dem es kaum Krankenversicherungen gibt, bedeutet Krankheit – neben der körperlichen und seelischen Not, die jede schwere Erkrankung mit sich bringt – oft auch den ?nanziellen Ruin, weil das Abtragen des Schuldenbergs einer Heilbehandlung ein Leben lang dauern kann, wenn er nicht sogar noch auf die Kinder übergeht. An dieser Stelle wird deutlich, wie hoch einzuschätzen ist, was mit Ihrer Hilfe den Menschen in den Dörfern um Shanthimalai gewährt werden kann!
Der junge Mann mit dem hellen Hemd auf dem Bild links, Pushparaj, macht eine zweijährige Elektrikerausbildung. Er, wie auch Dhanalakshmi, sind beide Ab- gänger unserer Sri Ramana Maharshi Matriculation Schule und absolvieren mit Hilfe unserer Ausbildungspatenschaft (After-School-Programme) eine Ausbildung. Damit haben sie gute Aussichten auf einen festen Arbeitsplatz! Ich grüße Sie und danke Ihnen von Herzen für Ihre Mithilfe Ihr
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Seit
17 Jahren versorgt das Sri Ramana Maharshi Gesundheitszentrum täglich
130 bis 150 Patienten ambulant. Sie gehören zu den Benachteiligten,
die ohne diese Einrichtung keine medizinische Hilfe erhalten könnten.
Neben den Akut- und Notfällen werden hier alle Arten von chronischen
Krankheiten behandelt. Durch die gegenseitigen Ergänzungen der
verschiedenen medizinischen Behandlungsmethoden (Ayurveda, Homöopathie,
Allopathie) kann auf die jeweilige individuelle Situation sehr di?erenziert
eingegangen werden.
Aufgrund
der derzeitigen HIV-Situation in der Region um Tiruvannamalai kommt
der Diagnose und der Behandlung der davon betro?enen Menschen eine besondere
Bedeutung zu. Shanthimalai stellte dem medizinischen Team des Rangammal
Hospitals einen hochmodernen CD4 Counter zur Verfügung, ein Gerät,
mit dessen Hilfe man den jeweiligen Status einer HIV-Erkrankung präzise
bestimmen kann. Unser Bild rechts zeigt eine Mitarbeiterin an diesem
Gerät, im Hintergrund sieht man eine Patientin.
Diesen
Beispielen könnten noch viele weitere folgen, denn sie sind nur
einige der vielen hundert Fälle gesundheitlicher Not, hinter denen
jeweils ein schweres menschliches Schicksal steht, das durch die helfende
Hand von Shanthimalai gelindert werden konnte.
Neben
der Gesundheitsfürsorge ist unser zweiter Schwerpunkt die Bildung
der jungen Generation. Die junge Frau, Dhanalakshmi, (auf dem Bild zwischen
ihren Eltern) bereitet sich auf das Krankenschwester-Diplom vor. Eine
indische Frau mit einer Berufsausbildung bringt ihre Heiratsmitgift
in dieser Form in die Ehe ein und entlastet ihre Eltern, die oft gar
nicht in der Lage wären, ihre Töchter zu verheiraten, weil
für die Heiratsmitgift (ca. 2 bis 3 Bruttojahreslöhne des
Vaters) einfach kein Geld vorhanden ist.